Balambar

Aus Oedland

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Von den Balambar

Aus den Erinnerungen des Xanlax Echsenschwanz, ein alten Mandrax Luten

Einen scheyne Geschichte wollt ihr hören, mein Freund und ihr sagt ihr kommt direkt aus Freistadt, nur um den Xanlax zu besuchen, ach scheyn ist die Freistadt, so lange ist´s her, dass der alte Xanlax dort war. Ach, nimmt doch ein Schlückchen, mein Freynd. Lasst uns auf eurer Wohl und dem Wohl der Balambar und ihrer Pferde ein Matusch machen.

So, einst, als das Oedland noch ohne Olos, Zaster und Laster auskommen musste und einzigen Bewohner die Rindermenschen im heutigen Weitenfeld waren, die Grenzsteiner noch tief im Gebirge hausten und die Luten nur die Jagd hatten, ja, da kamen sie, die Balambar. Sie kamen über die Berge und wie ein Wirbelwind über das Land. Ihre kleinen Pferde trugen sie, so schnell, wie noch kein Lut es bis dahin sah. Sie trugen bunte Kleider, auch ihre Rüstungen waren farbenprächtig, ihre Waffe war der Bogen und der Kar. Jedoch haben die Balambars nicht nur Waffen, die aus Menschenhand gefertigt sind, sondern einige jagen auch mit dem Luur , dem Adler. Die Balambars lebten nicht, wie wir in einer Jurt, sondern man sah sie nur auf ihren kleinen Pferden. Auch ihr Wuchs war klein und schmächtig, doch wer in ihre Augen sah, wusste, dass man sie nicht nach ihrem aeußerem Bewerten durfte, dies wäre ein Fehler gewesen und nur die tapfersten der Rindermenschen Verteidigten ihre Herden vor ihren Angriffen. In einem Weitenfelder lebt der Stier. Er ist vom Gemüt ein ruhiger Geschäftspartner, den man zwar nicht reizen darf. Ja, ja ihr kennt die Wut eines Rindermenschen. Reizen soll man sie nicht. Die Balambar waren anders. Sie waren reizbar, wie Schlangen und in ihren Augen sah man das Raubtier, nicht wahr. Doch sie sind die Pferdemenschen. Sie sind schnell, sie sind wild und sie sind stolz. Ihre Pferde habe eine Ausdauer und auch sie sind ausdauernde Krieger. Aber sie sind Jäger und wissen, dass geduld wichtig ist und ein Blambar vergisst nie, sagt man. Weidenfelder und ein Balambar in einer Jurt, ich kann euch sagen, dass ist nicht gut für`s Geschäft. Als der erste Lut auf sie traf, da hatte er daran wohl nicht gut getan. Es hieß, dass sie zwar schnelle und ausdauernde Pferde, doch hässlich und klein waren die Pferde, dass wir Luten nur über sie lachten, aber natürlich nicht, wenn ein Balambar dabei war. Wir jagten anders, wir lebten anders und wir ließen sie in Ruhe. Erst später entdeckten wir, als die anderen Voelker von Jubal an den Gestaden des Oedlands gefuehrt wurde, dass ein Balambarpferd bei anderen Voelkern sehr begehrt war. Ab diesem Zeitpunkt nahmen wir den ersten richtigen Kontakte mit den rumherziehenden Balambars auf, doch sie waren erst nicht so begeistert von unserer guten Handelsidee. Ihr kennt sie, die Balambars sind stolze Krieger und mit denen kann man ja eigentlich nie gute Geschäfte machen. Aber, als der erste Lut ihnen den Matusch brachten, da aenderte sich alles, ich kann euch sagen, es war ungelaublich. Das Vertrauen eines Balambar ist viel wert und seine Freynschaft haelt wohl ewig. Die Balambars waren nun gute Geschäftspartner. Wir lernten, dass sie unzählige Geister anriefen und ein Mann nicht nur eine Frau, sondern viele haben kann. Heute trifft man sie in Landsein und wie ich hörte auch in Freistadt gibt es den einen oder anderen Pferdehaendler. So, jetzt ist aber genug. Lasst uns feiern. Mein Met wird euch schmecken.

Verehrte Lesen, der alte Lut war zwar alt, jedoch zweifellos noch nicht auf der Welt, als die Balambars das Oedland entdeckten. Man kennt den Lut und trotzdem steckt in ihnen wohl noch die genausten Erinnerungen von der Zeit, als das Oedland noch Oede war.

Gez. Barnabas Töffting (Oedlaendicher Bote)

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