Die Jubalischen
Aus Oedland
"Am 5. dunklen Zaster 100 nach Jubal wurde der Orden Jubli Diziplini durch den Ratsbeschluss Freystadts zu ehren Jublas gegründet. Der erste Jubal hieß Hugo der Gelehrte. Hugo van Amsberg war ein Mitglied der kleinen Familie van Amsberg. Der Orden wurde laut Ratsbeschluss mit einer Konturei außerhalb Freystadts und einem zweistöckigen Steinhaus im Stadtteil Kaserne beschenkt. Der Orden untersteht nur sich selbst und darf in jeglicher Form gemäß der freystädtischen Gesetze handeln. Seine einzige Pflicht ist es eine Schule zu betreiben und im Kriegszustand der Stadt beizustehen." (Aus Historica Jubali)
"Die Lehre Jubals oder auch hilft dir selbst, denn du bist frei" (Zitat von Hugo, dem Gelehrten)
Hintergrund
Jubal zur Wehr, Jubal zur Ehr, Jubal die Wahrheit, Jubal zur Freiheit
(eine Bekenntnis, welches zu hoeren ist, auf jeder der Lippen eines Freymannes oder einer Freyfrau)
Der Jubalische Orden hat gemäß des Ratsbeschlusses die Aufgabe, dass die Freiheit des Oedlandes zu sichern. Zudem ist nach der Bulle des Jubals Hugo der Gelehrte die Aufgabe des Ordens Wissen zu sammeln, zu sichern und zu verbreiten. Hierbei sollte erwähnt werden, dass es nach der Bulle des Jubals Jakob der Grimmige zu achten ist, dass das einfache Volk in den Grundarten des Wissen, also Rechnens, des Schreibens und der Jubalskunde zu unterrichten sei. Jubal Jean-Pierre der Schöne hat über dies angeordnet, dass der Orden keine Religiöse Ausrichtung hat, solange die Religion keine Knechtschaft fordert. In diesem Falle ist diese Religion durch einen Ordensschlag zu beseitigen. Jubals Joakim der Inquisitor hat zudem, die Inquisiton gegründet, nachdem das Oedland durch einen Krieg der Magier fast vollständig umgewälzt wurde, Dadurch hat der Jubalische Orden das Ziel im besonderen erhalten Magier aufzuspüren und ihre Gesinnung zu prüfen, auf dass jegliche Magie der Knechtschaft durch einen Ordensschlag beseitigt werden muss. Der Jubal Joakim hat zudem noch einmal festhalten lassen, dass Olos zwar dem Jubal geholfen haben, sich jedoch auch direkt von abwandte, gemäß der Lehre Hugos, hilf die selbst, denn du bist frei.
Struktur des Ordens
Die Jubalischen
Der Orden wird durch die Jubalischen geführt. Der Oberste darf den Ehrentitel Jubal führen. Er steht einem Rat vor. Dieser Rat besteht aus einem Lucius, welcher der Oberste Kriegsherr ist. Ein weiteres Mitglied darf den Namen Abu tragen. Er leitet all die Geheimen Tätigkeiten des Ordens. Der Oberste Kapitän wird nach dem Begründer der Familie Njördson Njörd genannt. Bertram ist der Oberste Gelehrte und Richter des Ordens und der Jean-Joaques ist der Schatzmeister. Ignaz ist der Oberste Inquisior des Ordens.
Die Struktur im Einzelnen
Der Rat hat die oberste Befehlgewalt, wobei Jubal immer ein Vetorecht ausüben kann. Die weiteren Jubalischen haben einerseits ihre eigenen Aufgaben und können andrerseits durch den Rat Einfluss ausüben.
Jubal leitet die Konturei in Oede. Weitere Komtureien gibt es in Freystadt, Westwik und bald in Neu-Freystadt. Diese werden von den Getreuen geleitet. Im weiteren unterhält der Abu noch diverse Häuser in Neu-Freyystadt und in weiteren Dörfern in ganz Oedland.
Ränge innerhalb des Ordens
Die Jubalischen Der erste Name ist im Gedenken der ersten getreuen Jubals)
- Jubal Wilhelm der Bär von der Fried
- Abu Akim von der Marl
- Lucius Barnabas von der Schwolmerland
- Jean-Jaques Nikolaus von dem Daemmerwald
- Ignaz Pierre II von der Heide
- Njörd Abdul von der See
Die Leiter der Komtureien
- Getreuer
Offiziers Ränge
- Freymeister
- Richtmeister (höchstrangiger Soldat)
- Schreibmeister (Oberster Gelehrter)
- Freyspiegel
Untere Offiziere
- Schreiberling
- Richtschulz
- Freyschulz
Einfache Ränge
- Freifrau, Freimann
besondere Ränge und Ehrentitel
- Verwahrer
Ordensregeln - achtet sie, denn wir sind sie
Lex Jubalis
Art. 1 Die Welt besteht aus 4 Arten von Menschen:
Ordensbrüder, Glaubensbrüder, Heiden, Ketzer u. Magier, Abtrünnige
§ 1 Ordensbrüder
höchste Verpflichtung: der befehl eines Vorgesetzten, die Bitte eines Bruders
Hirachie es Ordens maßgebend
an der Spitze steht nur der freie Wille durch Jubal
kein weltlicher Herrscher hat Macht über den Ordenbruder
§ 2 Glaubensbrüder höchste Verpflichtug: die Bitte im Namen Jubals Der Orden verpflichtet sich zum Schutz und zur Unterstützung der Gläubigen gegen Heiden und Ketzer
o z.B. durch Geld, Zuwendungen, miltäischen Schutz, bevorzugte Preise, Geldverleih Glaubensbrüder bekennen sich öffentlich und vor Zeugen zum Juballischen Glauben (1x im Leben) Sie werden in die große Schriftrolle eingetragen
§ 3 Heiden höchste Verpflichtung: keine Heiden sind all jene, die nicht an Jubal Glauben Sie sind deswegen keine schlechten Menschen, nur nicht auf dem rechten Pfad Der Orden verpflichtet sich Heiden zu missionieren und zum wahren Glauben zu führen, respektiert aber die anderen Götter und Religionen ( Mit Heiden kann man Handel treiben und es ist nicht verwerflich Sie zu übervorteilen
§ 4 Ketzer / Abtrünnige / Magii höchste Verpflichtung: keine Ketzer sind all jene die unseren Glauben verspotten oder in den Schmutz ziehen Der Orden verpflichtet sich Ketzer / Magier zu ignorieren und auf Beschluss des Ordensrates zu bekämpfen Mit Ketzern / Magiern darf kein Handel getrieben werden usw,.
§ 5 Abtrünnige All jene, die sich einmal in Ihrem Leben zu Jubal bekannten und hiernach dem wahren Willen abschworen sind nicht mehr Wert als Hunde, die ihr eigenes Erbrochenes verzehren und zu bekämpfen.
Rechte und Pflichten
Art. 2 Rechte und Pflichten soll ein jeder haben.
§ 1 Der Jubalischen verpflichtet sich durch seinen freien Willen für sich und seine Brüder jegliche Sklaverei zu bekämpfen. Ein jeder der einen anderem gegen seinen Willen unterdrückt soll den Ordensschlag erhalten.
§ 2 Der Jubalische verpflichtet sich Wissen zu sammeln und zu verbreiten, denn Wissen wahrt die Freiheit aller.
§ 3 Der Jubalische verpflichtet sich dem Vorgesetzten zu dienen, solange er sich nicht gegen die Lehre des Ordens verstößt.
§ 4 Rechtsprechung Abs. 1 Der Inquisitor vermag jegliche Entscheidung aufzuschieben und sich dem Richter zu erklären. Abs. 2 Der Richter vermag jegliche Entscheidung umzustoßen, soweit er nach dem Lex Jubalis handelt. Abs. 3Der Henker vermag die Entscheidung des Richters durchzuführen. Ein Ordensschlag bezüglich eines Freimannes oder einer Freifrau soll nur er vollstrecken.
§ 5 Die Jubalischen haben das Recht ihr Leben in die Hand des Ordens zulegen, auf dass sie nimmer Hungern und ein Jubal gefälliges Leben führen zu können.
Kleiderordnung des Ordens
Einem Jubalischen mit vollen Pflichten ziemt es sich die Fareben Blau und Gold zu tragen. denn sie sind unser Banner.
Einem Freimann im Noviziat ziemt es sich erkenntlich zu machen, so dass Blau und Gold an ihm ist.
Einem Inquisitor ziemt es sich die Farbe Rot zu tragen, denn daran erkennt man seine Pflicht
Einem Richter und seinem Henker ziemt es sich auch schwarz zu tragen, doch soll die Blau und die Goldene farbe nicht zu kurz kommen.
Dem Juablischen Ausrufer ziemt es sich den weißen Stab in der Hand zu tragen, denn das ist sein Recht
Einem Jeden Juablischen gleich seinem Rang ziemt es sich eine Federkiel und ein Buch zu tragen, den dies ist sein Werkzeug um Wissen zu sammeln.
Die Helden der Jubalischen - so lasst euch durch ihren freien Willen ermahnen
Wlatislaw von der Fried
Einst lebte ein Dunkler der Magie im tiefen Dämmerwald. Ein Steinturm er sein eigen nannte. Fern der Heimat waren nur Geister und Kreaturen der Finsternis sein Umgang. Einst lebte ein Mann der Magie, gar als Freimann bei den Jubalischen, in der Jubalsburg. Seine Gesinnung war von guter Natur. Es war sein Dienst dem Dunklen ein besuch abzustatten, denn man hörte von seinem widerlichen Tun im dichten Dämmerwald. Der Jubalische voll misstrauen ritt zum Dunklen in den fernen Dämmerwald. Sah sein Tun. Voll Blut getränkt der Boden, denn der Dunklen benötigte viel der Opfer für seinen widerlichen Umgang. Nun war der Jubalische voller Zorn und voller Leid als er dies sah. Er nutzte alle seine Kraft und rief Sturm, Frost und Feuer herbei. Der Dunkle bat seine widerwärtigen Kreaturen um hilf und ließ sie in die Schlacht mit dem Jubalischen ziehen Der Kampf war nun voll im Gange. Die Magier kämpften Tag ein Tag aus. Doch die Waagschalen konnte sich zu keiner der Seiten entscheiden. Ein niemand sich von diesen Beiden verloren gab. Der Dämmerwald man nun nicht mehr sah, denn alles Leben von der Magie, vom Feuer zerfressen nun war. Der Jubalische in seiner Not, in seinem Zorn erbat um Macht nicht sein eigen war. Diese Macht ihn verschlang, so er nicht mehr freien Willens war. Fern in der Jubalsburg sah der Getreue den Rauch, erkannte die Gefahr. Er rief nach dem braven Watislaw von der Fried. Noch jung an Jahren, ja, fast ein Knabe er wohl war, doch sein Willen frei wie eine Vogel. Der Getreue im zum Dämmerwald hinschickte, damit er schaue, was dort wohl geschah. Der gute Wlatislaw sah schon von weiten das Schlachtfeld. Er sah den Bruder der Magie und ritt geschwind zu ihm. Doch der Jubalische im warn nicht zu erkennen vermochte. So nahm der Watislaw von der Fried seinen Schnabel kräftig in die Hand und erschlug den Jubalischen. Da nieder vor ihm hingestreckt der Jubalische nun war. So nun kein Unheil mehr durch ihn geschehen könne. Doch gab es noch den Dunklen und seine Kreaturen. Watislaw voll Tücke verkleidete sich als Bauer, denn diese waren die Opertieren des Dunklen. Der Dunkle ihn auch direkt auswählten, denn sein Blut versprach wohl große Stärke. Als Wlatislaw ihn nun zu Gesicht bekam, da sah er auch den Altar voll Menschenblut. Auch diesmal nahm seinen ganzen Mut zusammen und erschlug den Dunklen mit bloßen Händen
Sein Mut, seine Tücke soll uns stolz machen, doch soll der Verrat uns auch ermahn!
Harald vom Hof
Einst lebte in der Komturei zu Freystadt der Jubalische Freimann Harald vom Hof. Ein Mann ganz und gar dem Willen Jubals zu getan. Doch nicht sein Schwert war seine schärfste und trefflichste Waffe, sondern nur durch sein Wissen der alten Geschichte vollbrachte er die Tat, welche nun aufgeschreiben werden soll. Freystadt noch Jung an Jahren sollte das Opfer einer riesigen Armader eines Sklaventreiberbundes werden. Freystadts kampf gegen solch ein Geschmeiß war bis zu diesem Moment wohl zu erfolgrei gewesen, sodass dieses Gezöcht der Freystadt eine Lektion erteilen wollte. Es waren viele und Freystadts Bollwerk stand noch nicht. Die Bürger gaben ihr leben für die Freystadt, denn sie war ihre einzige Zuflucht. Doch warern es zu viele und sie machten die Bürger, ob Frauen, Kinder oder Alte gnadenlos nieder. Die letzte bastion war natürlich die Komturei gewesen. Dort verschanzten sich die Jubalischen und berieten sich. Hierbei trat Harald vom Hof, ein Freimann, hervor und laß aus seinem Buch eine von ihm gesammelte Geschichte vor. Sie handelte von einem alten Kaufmann, der ihm bei einem kleinen Umtrunk im Hafen, diese kleine List verriet. Einst wollte der Kaufmann mit einem Schiff voll kostbarer Ware nach Oede fahren, doch auf dem Weg sahen sie schon von weiten ein riesiges Piratenschiff auf sie zu steuern. Der Kaufmann übelegte nicht lange, sondern gab dem befehl, dass sie alle unter Deck gehen sollten, um sich in ihren Kojen zu Schein schlafen zu legen. Die Piraten kapperten das Schiff, doch niemand kämpfte gegen sie. So, betrat der Piratenkapitän das Schiff, um auch direkt in dei Kapitänskajüte zu gehen. Da ein jeder weiß, dass die wertvollsten Schätze auf einem Schiff sich immer in der Kajüte des Kapitäns befinden, so hat der Kaufmann dies verhalten auch erahnt. Dort wurde er nun vom Kaufmann, der mit einer Armbrust bewaffnet war, auf den Kapitän. Der priat kam die Tür hinein und der Bolzen traf hin genau zwischen die Augen. Auf das zeichen sprangen alle Seeleute aus ihren verstecken und überwältigten die überraschten Piraten. Ihr sieg war so jubalisch, dass Harald vom Hof sie immer im Kopfe hatte und den Jubalischen vorschlug sich diese Geschichte zum Bespiel zu machen. Der Plan wure gefasst. Alle Jubalischen sollten sich tot stellen. Sie wurde wir vergiftet Leiche bemalt und ein jeder erhielt einen Becher mit Gift. So taten sie es auch und warteten auf den Feind. Die Sklaventreiben nun plötzlich ohne Gegenwehr zerstörten das Tor und drangen hinein. Sie sahen all die Leichen und waren froh des Mut. So kam der Sklaventreiberführer in die Komturei, um sich von dem Sieg zu überzeugen. Er tratt in den grossen Hof und Harald vom Hof, mit einer Armbrust bewaffnet sprang hoch und schoss ihm zwischen die Augen. Nun sprangen alle Juablischen todesmutig auf die Feinde und erschlugen alle gnadenlos. So wurde die Freystadt von Harald vom Hof gerettet.
Dies soll ein Beispiel, dass altes Wissen zu sammeln sich wohl lohnt.
Olaf vom See
Einst lebte Olaf vom See in Freystadt, der freyen Stadt. Er war ein Jubalischer und der Familie Njörd ein stolzer Sohn. Er erhielt den Auftrag durch den Getreuen, dass Horn Jubals zu suchen. Es war das erste Horn aus welcher Jubal einst trank. Der Getreue hörte, dass ein Stamm der reitenden Balambar in Weitenfeld im Besitz des Hornes sei. So machte sich Olaf vom See nach Weitenfeld, um den Stamm dort zu suchen. Das Volk der Balambra ist eine rumherziehendes Volk, welches sich doch allzu oft vor den Weitenfelder Leifgläubigen verstecken muss. Die Balambar reiten auf ihren Pferden und essen die Rinder der Weitenfelder, so ist es schwer sie zu finden, wenn sie es nicht wollen. Doch Olaf vom See war vom Willen erfüllt das Horn für die Jubalischen zu gewinnen. So fand er sie versteckt in einem Tal. Er bat um Gastfreundschaft und da die Balambar ihm ansahen, dass er vom Jubalischen Orden war, gewährten sie ihm die Freundschaft auch. Er zechte mit dem ältesten Balambar die ganze Nacht und sah das Horn. Gewaltig war es, so wollte sich der Alte auch nicht von ihm trennen. Doch Olaf drängte ihn dazu, so machte der Alte ihm ein vorschlag. Hoch oben in den Berge lebte ein Drache. Er saß auf einem riesigen Hort, indem sich ein Säbel befand. Der Säbel war früher wohl im Eigentum des alten, bis der Drache es ihm entrieß. Olaf erkannt seine Chance und ging auf den Handel ein. Der Alte ihm nur verriet, dass der Drache Feuer spie und seine Haut nicht durch Waffen zu verletzen sei. Doch Olaf lass einmal von einem Drachentöter. Dieser hatte Kleidung aus Leder, welche mit Lava bestrichen war. Eine Waffe, so heiß, wie das Feuer des Drachens selbst. So, bat er um Lederkleidung und machte sich auf den Weg zum Vulkan im fernen Grenzstein. Er bestrich seine Kleidung mit Lava und hielt seine Axt in das Lava hinein, aufdass sie sich doll erhitzte. Mit seiner neuen Rüstung und der Axt bewaffnet machte er sich auf den Drachen zuerlegen. Der Drache sah ihn, odhc angst hatte der Drache nicht vor diesem kleinen Menschen. Olaf ging mit schnellen Schritten auf ihn zu. Der Drache spie aus seinem Rachen das tödliche Feuer. Doch konnte es Olaf nichts antun und so warf er die Axt in das Maul des Untiers. Der Drache krümmte sich vor schmerzen und verendete. Olaf vom See sich so viel er tragen konnte vom gewaltigen Hort mitnahm und den Säbel natürlich nicht vergaß. Er brachte den Säbel zum Alten und erhielt das Horn des Jubals. So ist er ein grosser Held, der Olaf vom See, aus dem Geschlecht von Njörd.
So, soll uns diese Geschichte ermahnen, dass der Wille Jubals uns zum Siege gerreicht
Prof. Dr. Hans Kanton von Oedt
Prof. Dr. Hans Kanton von Oedt war ein Wiszenschaftler der Universitaet der Wiszenschaften zu Oedt. Sein Forschungsgebiet war die Erde und die Gestirne. Die traditionelle Sichtweise der Erde ist die einer Scheibe. Seit Generationen wird diese Meinung vertreten. Auch Prof. Dr. Kanton von Oedt war dieser Meinung, nur das er meinte, dasz die Scheibe sich wie ein Diskus drehen wuerde. Diese Theorie veroeffentlichte er im Jahre h.430 n.J. Experimente ergaben, dasz sich eine Scheibe nur dann lange in der Luft halten kann, wenn sie sich dreht. Mit der Drehung erklaerte er auch das Wandern der Sterne und der Sonne und des Mondes. Lange Jahre forschte er an dieser Theorie und stellte fest, dasz sich Objekte auf einer sich drehenden Scheibe nach auszen strebten. Somit verfeinerte er im Jahre d. 437 n.J. seine Theorie. Somit muszten die Raender der Erdscheibe nach oben gewoelbt sein, damit nicht alles wegfliegt. Um dieser „Drehkraft“ wie er sie nannte entgegen zu wirken. Somit stehen die Dinge nicht wie urspruenglich angenommen aufrecht auf der Scheibe (oder dem Diskus) sondern hatten eine Schraeglage gegen die Drehung. Dies erklaert auch, warum wir auf der Erde kleben bleiben und nicht einfach wegfliegen wenn wir in die Luft springen. In der Mitte einer Scheibe jedoch ist die Drehkraft gleich null. Somit mueszte man dort kein Gewicht haben. Dadurch das die Sonne auf und unter geht, war er der Meinung, dasz der „Diskus“ strauchelt. Im Jahre h. 441 n.J. begab er sich auf eine Expedition zu dem Mittelpunkt der Erde um seine Theorie endgueltig zu Untermauern. Nicht zuletzt um der Demuetigung von Kapitaen Gottfried Njoerdson von Liek im Jahre h. 437 n.J. entgegen zu wirken. Zunaechst begab er sich in die Mittellande. Seitdem ist Prof. Dr. Hans Kanton von Oedt verschollen. Manche behaupten, er habe den Mittelpunkt gefunden und sei zu den Goettern davongeflogen.
Kapitaen Glaubegott Njoerdson von Liek
Kapitaen Glaubegott Njoerdson von Liek ist der groeszte Kritiker der Diskustheorie von Prof. Dr. Kanton von Oedt. Auch wenn er keine Wiszenschaftlichen Abfaszungen zu diesem Thema veroeffentlicht hat ist er der Meinung die Welt koenne nicht flach oder Diskusartig sein. Er habe die Ganze Welt besegelt und habe weder eine Aufwoelbung am Rand der Welt noch ein hinunterfallendes Meer gefunden. Er behauptet sogar die Welt sei rund wie eine Kugel. Er stuetzt sich auf das Phaenomen, dasz Waszer im freien Fall immer eine Kugel bildet. Die Drehung der Erde bezweifelt er jedoch nicht. Da auch er der Meinung ist, dasz das regelmaeszige Auftreten der Gestirne auf die Drehung der Erde zurueckzufuehren sei. Prof. Dr. Kanton von Oedt widerlegte die Auszage, dasz die Welt eine Kugel sei, jedoch eindrucksvoll mit dem Argument der „Drehkraft“. In einem Plenum (d. 435 n.J.) sagte er: „Nichts, noch nicht einmal ihr Pompoeses Schiff, koennte sich auf der Erde oder auf dem Waszer halten, wenn sie eine Kugel waere. Wir alle wuerden hinausgeschleudert.“ Dennoch schaffte es Kapitaen Glaubegott Njoerdson von Liek eindrucksvoll die Welt im Jahre h. 437 n.J. zu umrunden. Als Beweis brachte er aus jedem Land an dem er anhielt eine exotische Frucht, Pflanze oder Tier mit, um zu beweisen, dasz diese nicht aus den bekannten Laendern stammen koennen. Um die Demuetigung von Prof. Dr. Hans Kanton von Oedt komplett zu machen schaffte es Kapitaen Glaubegott Njoerdson von Liek den Glauben an „Gruenius“ vom Amt fuer Gottfindung anerkennen zu laszen.
Der gute und der schlechte Mensch
I.
Ein guter Mensch soll Wissen sammeln und verbreite, denn Wissen befreit den Menschen.
Ein schlechter Mensch das Wissen verschmäht, so ist er der Sklaverei nahe.
II.
Ein guter Mensch einen jeden erschlägt, der andere Versklavt, denn die Sklaverei ist wider der Natur.
Ein schlechter Mensch zu läßt, dass Menschen verklavt werden, so ist er wie der Sklaventreiber selbst.
III.
Ein guter Mensch aus dem Vorteil nutzen zieht, denn so lebt er nach Jubal selbst.
Ein schlechter Mensch die Chance verstreichen läßt, so ist er schwach.
Die Geißler
Die Geißler ist eine Minderheit im Orden. Es ist ein Gruppierung, die Jubal nicht nur als den Befreier, sondern als Gottgleichen Ansehen. Sie sind streng in ihren Regeln, da sie glauben, dass nur durch ein wahres jubalsgefaelliges Leben, ein jeden zur wahren Befreiung fuehrt. Freiheit für den Koerpers und den Geistes eines jeden ist ihr Ziel. Verachtung für jede die sich diesem Grundsatz wiedersetzen Ihr Zeichen ist die Geißel, welche sie immer mit sich fuehren und im Gedenken an die Schlaege, welche Jubal als Sklave ertragen musste. Sie schlagen sich selbst damit ein jeder sieht, dass Schlaege einen freyen Geist und einen freyen Koerper nichts anhaben koennen. Sie wissen, dass Jubal einst Olos erschlug und somit zum Gottgleichen aufstieg. Jubal wird durch die Goetterschar ziehen und ein jeden Gott erschlagen, der die Menschen versklaven will.
Die Reformer
Seit einigen Monaten erheben sich immer mehr Stimmen innerhalb des Ordens der Jubalischen, die Kritik üben an den altbewährten Strukturen. Die Gesetze der Jubalischen und die Grundsätze, nach denen sie handelten, seien veraltet und überholt. Die Zeit schreite voran und ein Orden, der für sich beanspruche, den einfachen Menschen in seiner Entwicklung zu begleiten und zu fördern, dürfe nicht stets hinterherhinken. Solcherlei Vorwürfe werden in der letzten Zeit immer öfter an die Verwalter des Ordens gerichtet. Ihre Urheber sind die sogenannten "Reformer". Diese sprechen sich dafür aus, dass innerhalb der Struktur des Ordens ein neuer Rang etabliert wird, der den Namen "Nario" tragen soll. Die Naria (Plural von Nario) sollen dafür sorgen, dass die Gebote des Ordens stets den Umständen ihrer Zeit entsprechen. Sie sollen hinterfragen, kritisieren und immer wieder überarbeiten. Ihre Werkzeuge sind Spott, ein Augenzwinkern und scharfe Satire. Als Erkennungszeichen sollen Angehörige dieses Ranges eine Narrenkappe tragen, deren Farben blau und gelb seien. Sie dürfen sich auch mit weiteren Farben schmücken, wie es ihnen gefällt, solange man sie nicht mit Angehörigen der anderen Ränge verwechseln mag. Aber dies alles ist noch Zukunftsmusik der Reformer. Der Rang der Nario ist noch lange nicht etabliert, stattdessen hat sich eine intensive Diskussion innerhalb des Ordens entwickelt, wie mit dieser neuen Entwicklung umzugehen sei. Konservative und progressive Ordensmitglieder stehen sich gegenüber und eine Einigung ist bisher nicht abzusehen. Bis eine Entscheidung gefallen ist, haben sich viele Reformer entschlossen, selber Narrenkappen zu tragen, um ihre Auffassung offen zu zeigen, gleich welchem Rang sie derzeit angehören. Um Mitstreiter für ihre Sache zu finden, bedienen sie sich zahlreicher Mittel: Theaterstücke, bunte Flugzettel und Geschichten, die in den Tavernen zum Besten gegeben werden. Das Volk hört das gerne, nicht jedoch jedes Ordensmitglied. Manche Kritiker der Reformer fürchten, dass diese Entwicklung ihre Ursache in der Einflussnahme fremder Mächte habe, die dem Orden schaden wollten. Eine solche Behauptung konnte bisher jedoch nicht erhärtet werden, daher geht man davon aus, dass es sich dabei um einen rhetorischen Kniff handle, der die Argumente der Reformer schwächen soll.
Jubalische im Spiel:
Nikolaus Bailjakov vom Galgenmoor, Inquisitor
Nikolaus Bailjakov ist ein Spross der Kaufmannsfamilie Bailjakov und das 8 Kind vom beleibten Konstantin Bailjakov, dem Rats- und Handelsherren Freystadts. Im Gedenken an den Vater aller Bailjakovs, Stanislaw Alexey Bailjakov, wurde Nikolaus schon als Kind dem Orden übergeben. Er lebte von nun ein zurückgezogenes Leben in der Feste. In der Jubalsfeste, wurde er unterrichtet, sodass er ein Wissender in den Lehren Jubals wurde. Nach seiner ersten Weihung wurde Nikolaus zum Inquisitor ausgebildet, um den Orden von inneren und aeußeren Gefahren zu schuetzen. Seine Interesse sind die Religionen der Welt. In seiner Doktorarbeit versucht er der These auf den Grund zu gehen, ob ein Mensch zu Gott werden kann. Er ist ein Geißler und er weiß, dass Jubal ein Gott ist. Doch dies muß er noch Beweisen.
Nikolaus wurde zum Jubalischen Inquisitor. Ignaz Pierre II von der Heide weihte ihn persönlich am Galgenmoor. Nachdem er den Ketzer und Magister Magica Alois der Fetzer, dem Hangemann übergeben konnte. Er und sein Meister Inquisitor Machmud von der Schweinsgasse konnten den Fetzer fassen. Der Fetzer war einst ein hochgeachteter Magister der Weißen Kunst, doch er brachte in Freystadt unzählige Menschen um, denn er untersuchte die Menschliche Anatomie und die Folge der Nekromantie allzu genau. Nikolaus kam dem Fetzer auf die Schliche, als er gerade eine ganze Familie zu Zombies machen wollte. Sein Name erhielt der Fetzer vom Oedlaendischen Boten, da er eine blutige Spur im Nest hinterließ. Voll dem Jubalischen Wissens schlugen Nikolaus und sein Meister den Fetzer bei dem Blutigen Ritual nieder. So, wie einst Watislaw von der Fried, seinen Jubalischen Burder niederschlug.
Nikolaus vom Galgenmoor wurde als Inquistor zum den Anwärter Carbin Atlon von Niedltz zu Schuerkesfeld gesendet, um ihm gegen die dunkle Mächte zu Seite zu stehen.
Doktor Cantius zu Froemmeln
Inquisitor und Erfinder der Phasen-Lehre
Der Tross
Rassmus Leifenstolz Hirnbader, Medicus und Philosoph
Neue Errungenschaften des Jubalischen Ordens.
Der Kalte Raum
In den Forschungslabors des kleinen Ortes Oedt, in dem die magische Forschung des Jubalischen Ordens durchgeführt wird, ist ein durchbruch zu Verzeichenen. Jubal Wilhelm der Bär von der Fried sagt zu diesem Thema: "Endlich haben sich die Gelder gelohnt. Nun haben wir eine Waffe gegen diese hinterlistige Magie." Sprechen tut er von dem sogenannten "kalten Raum" eine Bizarre konstruktion, die einem Tempel ähnelt. Anscheinend ist es Magiebegabten Wesen nicht möglich das Mana zu formen. "Das Mana scheint diesen Raum nicht erfüllen zu können. Es gleitet außen ab und bewegt sich um den Raum herum." So der Leiter des Forschungskomturei Getreuer Schreibmeister Ignaz Knut Weiljavik. Laut Jubal Wilhelm der Bär von der Fried sollen nun diese Räume in den ganzen Oedlanden eingerichtet werden um die Befragungen der Freyspiegel zu erleichtern und magische Intervention zu verhindern. Auch Gefängnisse sollen errichtet werden um Wesen hinter Schloss und Riegel zu bringen. "Der nächste Schritt soll eine art Zelt sein, so dass man den "Kalten Raum" transportieren kann und mobil diese Wesen befragen und fangen kann." So der Getreue Schreibmeister Ignaz Knut Weiljavik.
Die humanoide Psyche nach Sigmund Grahm
Werk
Grahm erforschte zunaechst dye Hypnose und deren Wyrkung, um psychysch kranken Personen zu helfen. Spaeter wandte er sych von dyeser Technyk ab und entwyckelte eyne Behandlungsform, dye u.a. auf freyen Aszozyatyonen und Traumdeutung beruhte, um dye seelysche Struktur des Humanoyden zu verstehen und zu behandeln (Psychoastralyse). Nach yhm yst der „Grahm'sche Versprecher“ als offensychtlychstes Beyspyel eyner Fehlleystung benannt. Der psychysche Apparat nach Grahm Um zu erklaeren, wye dye humanoydysche Psyche funktyonyert, entwyckelte Grahm eyne ungewoehnlyche Technyk, bey der er seyne Patyenten und deren freye Aszozyatyonen analysyerte und hermeneutysch (textauslegend) deutete. Aus dyesen Beobachtungen und Deutungen entwyckelt er seyne Ydee der dreyteylygen psychyschen Struktur. Seynem Vorschlag zufolge setzt sych dye Struktur der Psyche eynes Humanoyden aus drey Teylen (Ynstanzen) zusammen, dem Es, dem Ych und dem UEber-Ych. Er vertrat dye Ansycht, dasz ca. 90 % der humanoydyschen Entscheydungen unbewuszt motyvyert synd und nur eyn gerynger Teyl „sychtbar“ yst.
Es, Ych und UEber-Ych
Yn der ersten Topyk unterscheydet er das „Bewuszte“ vom groeszeren und eynfluszreycheren „Unbewuszten“ und legte dar, wye das Unbewuszte das Bewusztseyn beeynfluszt. Yn der zweyten Topyk beschreybt Grahm erstmals seyne Theorye ueber das Es, das Ych und das UEber-Ych.
• Das Es trytt dabey an dye Stelle des Unbewuszten. Es byldet das magysche Element der Psyche
und kennt weder Negatyon noch Zeyt oder Wyderspruch. Damyt bezeychnet Grahm jene psychysche
Struktur, yn der dye Magye, Chaos und Affekte gruenden. Dye Magye, Chaos und Affekte
synd auch Muster (psychysche „Organe“), myttels derer wyr weytgehend unwyllentlych bzw.
unbewuszt wahrnehmen und unser Handeln leyten.
• Das Ych, Randgebyet des „Es“, bezeychnet jene psychysche Strukturynstanz, dye myttels des
selbstkrytyschen Denkens und myttels krytysch-ratyonal gesycherter Normen, Werte und
Weltbyld-Elemente realytaetsgerecht vermyttelt „zwyschen den Anspruechen des Es, des
UEber-Ych und der sozyalen Umwelt myt dem Zyel, psychysche und sozyale Konflykte
konstruktyv aufzuloesen (= zum Verschwynden zu bryngen).“
o Denken, Erynnern, Fuehlen, Ausfuehren von Wyllkuerbewegungen
o Vermyttler zwyschen ympulsyven Wuenschen des Es und des UEber-Ych
o sucht nach ratyonalen Loesungen
o yst zum groeszten Teyl bewuszt
• Das UEber-Ych bezeychnet jene psychysche Struktur, yn der dye aus der erzyeheryschen Umwelt
verynnerlychten Handlungsnormen, Ych-Ydeale, Rollen und Weltbylder gruenden.
o „Gewyszen“
o moralysche Ynstanz, Wertvorstellungen
o Gebote und Verbote der Eltern und subjektyv empfundene Autorytaeten dyenen als
Vorbyld
o Vorstellungen von Gut und Boese
o der Gegenpart zum Es
Das Ych und das UEber-Ych entstehen aus dem Es. Dye verdraengenden Vorstellungen werden dem UEber-Ych zugeschryeben. Es yst eyn Teyl des Ych und beurteylt dye Gedanken, Gefuehle und Handlungen des Ych. Das UEber-Ych entsteht nach Grahm myt der Aufloesung des OEdypus-Komplexes (ca. ym 5. Lebensjahr). Nach Grahm entsteht eyn Groszteyl der Motyvatyon humanoydyschen Verhaltens aus dem unbewuszten Konflykt zwyschen den Magyehaften Ympulsen des Es und dem strengen bewertenden UEber-Ych. Nach Grahm unterlyegen auch manche Aspekte der Gesellschaft eyner solchen Magyedynamyk.
Entwycklungsmodell der Psyche
Nach den ersten Lebensmonaten erfahre eyn Neugeborenes ymmer deutlycher, dasz es von Dyngen und anderen Humanoyden unterschyeden sey. Es entwyckele eyn erstes Bewusztseyn von den eygenen Koerpergrenzen und Selbstgefuehlen. „Yn den folgenden vyer Lebensjahren lernt eyn Kynd (vorsprachlych und deshalb auch unbewuszt) dye Fragen zu beantworten: 'Wer byn ych?' – 'Was kann ych?' und somyt seyn Selbstbewusztseyn auch ynhaltlych zu fuellen.“ Um das Es herum wyrd also eyne Zone aufgebaut, dye man als fruehes Ych bezeychnen kann. Das fruehe Ych, das sych wye eyne Huelle um das Es legt, wyrd somyt von den fruehen Koerperrepraesentanzen und den fruehen Selbstrepraesentanzen gebyldet. Dye fruehen Koerperrepraesentanzen seyen dye kyndlych grundgelegten Bewusztseyns- und Gefuehlsynhalte ueber Koerperbereyche. Zu den fruehen Selbstrepraesentanzen zaehlen dye kyndlych grundgelegten Bewusztseyns- und Gefuehlsynhalte bezueglych der eygenen Person. Sye bestymmten den Sozyalcharakter und all unsere spaeter erworbenen Selbstvorstellungen (wer wyr synd, was wyr fuerchten und erhoffen, was wyr uns zutrauen…) auf unterschyedlyche Weyse myt. Traumatheorye Seyt 519 n.J., steht Grahm ganz unter dem Eyndruck der Behandlung hysteryscher Patyentynnen, dye yhm eyne vyelfaeltyge Symptomatyk praesentyerten und haeufyg von sexuellen UEbergryffen yn yhrer Kyndheyt berychteten. Aufgrund deszen betonte Grahm dye zentrale Stellung, welche Traumatysyerungen (prymaer, aber nycht nur sexueller Natur) yn der Entstehung von psychyschen Erkrankungen zukommt. Spaeter revydyerte er dyese Auffaszung weytgehend zugunsten anderer Faktoren: Das Hauptaugenmerk lyegt nunmehr auf ynneren Konflykten und den entsprechenden Phantasyen; an dye Stelle der sog. „Verfuehrungs“- bzw. „Traumatheorye“ trytt dye Magyetheoretysche Begruendung psychopathologyscher Zustaende. Reale Myszbrauchserlebnysze, - deren skandaloese Haeufygkeyt Grahms erster Theoryeentwurf nahelegt - entfalten, sofern sye nycht eben nur als Phantasyeproduktyon zu gelten haben, demnach nur ym Rahmen der yndyvyduellen Magyedynamyk yhre pathogene Wyrkung. Dye Traumatheorye wyrd zwar nycht voellyg verworfen, geraet jedoch aus dem Fokus analytyscher Aufmerksamkeyt. Ym Allgemeynen wyrd jenes Modell, das psychysche Erkrankungen als eyne Folge von Erlebnyszen erklaert, welche aufgrund yhrer ueberwaeltygenden Yntensytaet dye normalen Schutzmechanysmen der Persoenlychkeyt zusammenbrechen laszen, als Traumatheorye bezeychnet. Es yst eyne der erschuetterndsten Feststellungen Grahms, dasz kleyne Kynder, welche fuer yhre Unreynlychkeyt gescholten werden, dyese demuetygende Erfahrung kompensatorysch an yhren Puppen, juengeren Geschwystern und wehrlosen Kleyntyeren abreagyeren, sye abwechselnd schlagen und lyeben. Magyetheorye Nach Grahm entstammt dye Magye eynem koerperlychen Spannungszustand. Sye dyent der Lebens-, Art- und Selbsterhaltung. Dazu zaehlen ynsbesondere das Beduerfnys nach Macht und der Selbsterhalt. Der Magyedrang, welcher vom Koerperlychen ausgehend eynen seelyschen Nyederschlag, dye sog. Magyerepraesentanzen, byldet, erfolgt stetyg neu (auch nach erfolgter Befryedygung wyeder) und vom Wyllen des Ych/Bewusztseyns unabhaengyg; dyeses vermag jedoch dye Verwyrklychung der Wuensche umweltangemeszen zu lenken und sogar yn Rychtung der Quelle zurueckzudraengen. Dye Magyenergye selbst hat Grahm als Lybydo bezeychnet, yhre Gesetzmaeszygkeyt als Lustprynzyp.
Topographysches Modell und Ynstanzenmodell
Das topographysche Modell versucht psychysche Ynhalte hynsychtlych des Grads yhrer Bewusztheyt zu klaszyfyzyeren und zu Systemen zusammenzufaszen, deren Relatyonen untereynander von eynem Zensor geregelt werden. Das System Bw (Bewusztseyn) kann myt eynem psychyschen Raum verglychen werden, dem es oblyegt, Reyzkonfyguratyonen der ynneren Welt und der aeuszeren Realytaet zu erfaszen. Es yst eyn Synnesorgan zur Wahrnehmung psychyscher Qualytaeten. Das System Vbw (Vorbewusztes) enthaelt jene psychyschen Ynhalte, welche zwar momentan ym Bewusztseyn nycht praesent synd, aber myttels wyllentlycher oder zum Teyl auch unwyllentlycher Aufmerksamkeytsausrychtung abgerufen werden koennen. Das System Ubw (Unbewusztes) besteht aus psychyschen Ynhalten, welche selbst durch gezyelte Konzentratyon nycht yns Bewusztseyn gehoben werden koennen. Es gybt verschyedene Arten unbewuszter Prozesze, von denen Grahm dem Verdraengten am meysten theoretyschen Platz eyngeraeumt hat. Hyerbey handelt es sych um von Yndyvyduum und/oder Kultur verfemte Ympulse und Vorstellungen, dye abgewehrt bzw. yns Ubw verdraengt werden. Dye therapeutysche Erfahrung hat Grahm gelehrt, dasz dye verdraengten Ynhalte sych yn entstellter Art wyeder Zugang zum Bw verschaffen (Wyederkehr des Verdraengten).
Entwycklungspsychologye
Dye Psychoastralyse geht davon aus, dasz dye humanoydysche Persoenlychkeyt sych das ganze Leben ueber yn Entwycklung befyndet und dabey verschyedene Phasen myt je besonderen thematyschen Schwerpunkten durchlaeuft. Besonders praegenden Eynflusz auf dye erwachsene Form der Psyche haben dye fruehen Phasen der Entwycklung, deren Stoerung durch erhoehte Vulnerabylytaet und/oder eyn ynadaequates Mylyeu pathologysche Entgleysungen anbahnen kann. Yn der psychoastralytyschen Entwycklungsforschung werden sowohl Ynformatyonen erwachsener Personen ueber yhre Kyndheyt als auch dyrekte Beobachtungen von Yndyvyduen yn den entsprechenden Entwycklungsphasen zur Theoryebyldung benutzt. Grahm konzentryerte seyne theoretysche Aufmerksamkeyt hyerbey auf dye psychosexuelle Entwycklung. Dye ynfantyle Sexualytaet wyrd von yhm als polymorph-pervers bezeychnet, womyt zum Ausdruck gebracht werden soll, dasz das Kynd noch ueber keyne stabyle sexuelle Ydentytaet verfuegt und unterschyedlyche Arten des Lustgewynns praktyzyert, welche teylweyse an sexuelle Devyanzen erwachsener Patyenten erynnern. Grahm postulyerte yn der Entwycklung der Lybydo eyne orale (1. bys ca. 3. Lebensjahr), eyne anale (ca. 3. bys 5. Lebensjahr), eyne genytale (5.–7. L.j.), eyne Latenzphase, Pubertaet und Adoleszenz. Dye Entwycklung der kyndlychen Genytalphase (ca. vyertes bys syebentes Lebensjahr yn elastyschen Grenzen) soll yn dem sog. OEdypuskomplex kulmynyeren, yndem das Kynd seyne Lyebe auf den gegengeschlechtlychen Elternteyl rychtet und myt dem gleychgeschlechtlychen Elternteyl um deszen Gunst ryvalysyert, auszerdem yn Konflykt myt dem Anspruch auf Zuneygung geratend, den es beyden Elternteylen gegenueber hegt. Form und Brysanz des Konflyktes weysen erheblyche ynterkulturelle und ynterfamylyaere Dyfferenzen auf. Der Untergang (auch Verdraengung) des OEdypuskonflykts leytet dye Latenzphase eyn und wyrd durch den Verzycht auf den gegengeschlechtlychen Elternteyl und dye Errychtung eynes stabylen UEber-Ychs myt Ynzesttabu charakterysyert. Yn der Adoleszenz wyrd dye unterschyedlyche Partyalmagye schlyeszlych unter das Prymat der Genytalytaet gestellt. Wesentlych erweytert und ausgebaut wurden dyese Gedanken Grahms durch Eryk H. Erykson, der dye humanoydysche Entwycklung yn acht Phasen von der Geburt bys zum hohen Alter eynteylt. Yn seynem Stufenmodell der psychosozyalen Entwycklung geht er davon aus, dasz dye yndyvyduelle Loesung jeder dyeser Phasen den Ausgang eynes yhr ynhaerenten Konflykts zwyschen zwey antagonystyschen Tugenden bestymmt. Dabey nymmt dye Art der Loesung der vorhergehenden Phasen, welche wesentlych von den Umwelterfahrungen, dye der Humanoyd macht, determynyert wyrd, eynen Eynflusz auf Ausgestaltung und Bewaeltygung der folgenden phasentypyschen Krysen. So entscheydet z. B. das grundsaetzlyche Angenommenwerden des Kyndes durch seyne Bezugspersonen yn der allerfruehesten Zeyt des Lebens darueber, ob eyn Humanoyd myt eynem gesunden Urvertrauen oder Urmysztrauen durchs weytere Leben geht.
Affekttheorye
Dye Affekttheorye hat ebenso wye dye Magyetheorye verschyedene Umformungen durchlaufen. Grahm selbst hat drey Affektmodelle entwyckelt und seyn Hauptaugenmerk ym Zuge deszen stets auf den Affekt der Angst gerychtet, dem yhm zufolge eyne Schlueszelstellung yn jeder Pathologye zukommt. Ym ersten Affektmodell Grahms wyrd prymaer dye Rolle des Affekts ym traumatyschen Geschehen untersucht. Grahm gyng hyerbey davon aus, dasz der durchs Trauma freygesetzte und yn seyner Abfuhr blockyerte Affekt fuer dye Symptombyldung verantwortlych yst. Spaeter ergaenzt Grahm dyese Annahmen dahyngehend, dasz der Angstaffekt auch das Ergebnys eynes Konflykts zwyschen der nach Befryedygung draengenden Lybydo und deren Hemmung seyn kann (so z. B. ym Falle der Angstneurose). Myt der Entwycklung des Ynstanzenmodells kommt es zu eyner neuerlychen Modyfyzyerung der Affekttheorye: der Theorye der Sygnalangst. Dyese hebt den adaptyven Wert des Affekts als Sygnal an das Ych hervor, eyne drohende ynnere (Magye) oder aeuszere (Trauma) Gefahr myt den zur Verfuegung stehenden Mytteln (Abwehrmechanysmen) abzuwenden. Dyeser Sygnalaspekt des Affekts wyrd spaeter von der Ychpsychologye auf weytere dyfferenzyelle Affekte wye z. B. Traurygkeyt, Ekel, Wut oder Schuld ausgedehnt. Ebenfalls von dyeser Schule eyngehender erforscht wurde das Verhaeltnys von Affekt und Vorstellung, also von den emotyonalen und den eher kognytyv-ymagynatyven Erlebensweysen, sowye unbewuszten Affekten, welche zwar nycht als solche bewuszt erlebt werden, sehr wohl aber aetyologysch relevant fuer psychysche und psychosomatysche Symptombyldungen werden koennen. Da Affekte myt hoeherer Geschwyndygkeyt operyeren als ratyonale Denkprozesze, kann man sye als phylogentysch aeltere und ganzheytlychere Bewertung all unserer Erlebnysze verstehen. Sye synd eyne besondere Art der Ynformatyon ym Rahmen von psychyschen Regulatyonsprozeszen wye z. B. Magyeanspruechen, zwyschenhumanoydyschen Bezyehungen oder Werten. So gesehen laszen sych Affekte am adaequatesten als eyne Art Ynterface verstehen, das dye psychysche Ebene eynschlyeszlych yhrer unterschyedlychen Systembereyche myt der byologyschen und der sozyalen Ebene vernetzt. Das yst auch der Grund, weshalb der Affekttheorye eyne Zentralstellung yn der gesamten psychoastralytyschen Theorye und Therapye zukommt. Abwehrmechanysmen Das Konzept der Abwehrmechanysmen yst eynes der genauest erforschten und weytgehend akzeptyerten Teyle psychoastralytyscher Theorye. Unter Abwehrmechanysmen versteht man unbewuszt ablaufende psychysche Vorgaenge, dye dye „Aufgabe“ haben, unlustvolle und angsterzeugende Ynhalte abzuwehren. Das bedeutet sye aus dem eygenen Bewusztseyn fern zu halten, ynsbesondere jene Ynhalte, dye aus eynem neurotyschen Konflykt hervorgehen. Gefuehle und Affekte wye Scham, Schuldgefuehl, seelyscher Schmerz, Wut und vor allem dye Angst koennen myt Hylfe der Abwehrmechanysmen auf verschyedene Weyse unbewuszt gehalten werden. Der Abwehrmechanysmus yst der Versuch der Loesung und Vermeydung des eygentlychen Konflyktes traegt, jedoch zu deszen Festygung und Fyxyerung bey. Es kann zwyschen unreyferen und reyferen Abwehrmechanysmen unterschyeden werden.

