Stadtgeschichte
Aus Oedland
Neu-Freystadt Reich-Frey-Sündig
Neu-Freystadt, die glänzende Perle der Schwarzen See. Im Dunklen Jahr 523 nach Jubal gegründet. Einst war es noch das kleine Dorf Witunsfjord und nun das Tor in den Westen der Mittellande. Frey ist die Stadt, denn kein König herrscht über sie. Frey ist sie, denn Schutz verspricht sie allen, die ihr nutzen. Der große UL ist ihr Schutz. Jubal ist ihr Patron.
528 n. J. im hellen Olos, Balthasar der Blender
Einst war er noch Balthasar der Mächtige, Bischof der Stadt. Doch aus ihm wurde Balthasar der Blender.
Im Jahre 528 n.J. versuchte er den Stadtrat zu stürzen. Unsere freye Stadt sollte im Namen des heiligen UL von ihm beherrscht werden. Doch war dies, wie die Kirche UL es unlängst versicherte, nicht im Sinne des großen Gottes UL. Balthasar war der Blender der Gilden, des Handelshaus Goldhammer und des Volkes. Er überzog die Straße mit Krieg, doch UL sei dank, gab es wahre Helden. Die Familie von Welfenheim stand eisern auf der Seite der Freiheit. Und sie zahlten ihren Preis. Der Held Lorenz von Welfenheim, das Schwert der Stadt, verlor hierbei sein Leben. Lucius von Welfenheim, Richter der Stadt, seinen Verstand. Sie waren die Helden des Aufstands und werden nie vergessen, da sie uns im wahren Namens UL bewahrten vor Balthasar dem Verrückten, dem, Blender.
Die Stadt versank in Unruhen und Chaos. Diebe und Halunken nutzten die Gunst der Stunde, und es war kaum möglich sicher durch die Stadt zu gehen. Zu allem Überfluss suchte eine Seuche die Stadt heim und viele Menschen starben. Neu-Freystadt versank in Schmutz und Kriminalität, und der Stadtrat war derart geschwächt, dass der Gildenrat kurz davor stand den Stadtrat zu übernehmen.
Die Familie von Welfenheim und die Familie Gustavo lösten den Stadtrat in einem Nacht- und Nebelunternehmen auf. Sie sicherten die Stadt mit nordischen Kriegern und riefen den Notstand aus.
25. dunkler Olos 528 n.J. Der Kommissarische Rat
Für zwei Jahre sollte der Kommissarische Rat, welcher aus den Familien von Welfenheim und Gustavo bestand, „unbürokratisch“ und mit harter Hand Zucht und Ordnung auf den Straßen schaffen. Der Gildenrat war empört. Doch wurden die Diebe immer dreister, so dass die mächtige Handelsgilde und die Alchimistengilde einsehen mussten, dass gehandelt werden müsse.
Der Kommissarische Rat handelte und viele Diebe wurden verhaftet. Hierbei tat die Bettlergilde ihre Pflicht und half dem Kommissarischen Rat, die nicht lizenzierten Diebe, die wie die Ratten aus aller Herren Länder über Neu-Freystadt kamen, aufzuspüren. Ulrich von Welfenheim ließ ein Mittel gegen die Seuche aus dem Fernen Anidar kommen. Das Ausüben von Religionen wurde verboten, damit nie wieder ein Priester das Volk zu blenden vermag.
17. dunkler Palaver 528 n.J.
Der Gildenrat und das Bankhaus der Jubalischen waren derart empört, dass sie unter dem Schutz der Jubalischen Praetoren Protestmärsche an jedem 1. Tag der Woche organisierten. Das Volk ging auf die Straße und der Druck auf den Kommissarischen Rat erhöhte sich stetig, und so riefen sie das Allvadder-Haus aus dem fernen Freystadt zu Hilfe. Das Allvadder-Haus erhielt den Auftrag einen Tempelbezirk zu verwalten, Kirchen durften keinen Grundbesitz mehr kaufen, doch im Allvadder-Bezirk Gotteshäuser mieten.
24. heller Komenco 529 n. J.
Die Kirche UL's sandte einen neuen Bischof. Luis der Sanfte zog am 24. Komenco 529 n. J. des dunklen Jahres in die Stadt. Er verteilte Almosen unter den Armen. Er erfreute sich großer Beliebtheit, da er für zwei Jahren auf den Kirchenzehnt verzichtete, und zu allem Überfluss gründete er eine Armenküche. Ebenfalls erhielt er einen Sitz im Kommissarischen Rat.
Nun schien Neu-Freystadt wieder aufblühen, dank dem Kommissarischen Rat.
Der Gildenmarsch 21.heller Olos 529 n.J.
Der Gildenrat schien in Bedeutungslosigkeit zu versinken. Der Gildenzwang wurde immer mehr missachtet. Am 5. Leif gingen die Gildenmeister mit schweren Handfesseln ankettet durch die Stadt, und sangen die Hymne der Stadt. Es waren die Meister der Handelsgilde, gefolgt von den Übrigen Meistern der Alchimistengilde, der Söldnergilde, der Gilde der Spielleute und Gastronomen und der Bettlergilde. Sie forderten eine freye Stadt, und daher eine freye Wahl.
Der Kommissarische Rat versprach freye Wahlen am 22. helle Olos 530. So soll ein Laster- und Zaster-Fest gefeiert werden. Am ersten Tag des Laster- und Zaster-Festes soll der Kommissarische Rat aufgelöst werden, damit am zweiten Tag die Wahlen stattfinden können. Der Gildenrat solle an diesem Tag als Stadtrat die Stadt führen bis die neuen Ratsherren im Namen der Bürger ihr Amt annehmen können.